Wie Themenfonds das Portfolio bereichern

Themenfonds locken mit spannenden Anlage­storys und attraktiven Rendite­aussichten. Innerhalb eines Aktien- oder Multi-Asset-Portfolios können sie zusätzlich die Effizienz verbessern und die Diversifikation steigern.

Autor: René Nicolodi, Leiter Equities & Themes

Durch die Beimischung der richtigen Themenfonds kann ein Portfolio aufgepeppt werden. (Bild: istockphoto.com)

Auf der Suche nach attraktiven Anlageideen entdecken immer mehr Investorinnen und Investoren die aktiv gemanagten Themenfonds. Mit gutem Grund, investieren diese Vehikel doch auf eine einfache Art und Weise in Megatrends, welche die Mensch­heit und deren zukünftige Entwicklung wesentlich prägen dürften. Zu denken ist beispielsweise an globale Anliegen wie den Klimawandel, die digitale Transformation oder noch etwas spezifischer das Thema Wasser. Die Fonds investieren dabei in Unternehmen, die Technologien und innovative Lösungen für die anstehenden Herausforderungen bereithalten und mit ihren Produkten und Dienst­leistungen entsprechend überproportional vom Wachstum dieser Zukunftstrends profitieren sollten.

Ein derartiges Engagement kann äusserst lohnenswert sein. Dies zeigt sich beispiels­weise bei einem der populärsten Indizes im Wasserbereich, dem «S&P Global Water»-Index, dessen Gesamtrendite seit 2004 laut Bloomberg beispielsweise bei 634,2 Prozent liegt. Im gleichen Zeitraum gelang dem Weltindex MSCI World ein deutlich geringeres Plus von lediglich 404,7 Prozent, während der breite Swiss Performance Index (SPI) sogar nur um 256,8 Prozent zulegen konnte.

Themenfonds überzeugen nicht nur durch attraktive Renditechancen. Durch ihren gezielten Fokus auf ausgewählte Wirtschaftsentwicklungen und gesellschaftliche Mega­trends überwinden sie die traditionellen Grenzen von Anlagefonds. Dadurch bieten sie einen weiteren Vorteil: Dank ihrer besonderen Eigenheiten eignen sie sich innerhalb eines breit aufgestellten, traditionellen Aktien-Portfolios als interessante Bei­mischung und erweitern damit das Investitionsuniversum. Sie schaffen gleichzeitig einen zusätzlichen Diversifikationseffekt und bereichern so das gesamte Portfolio.

Themenfonds zeigen Charakter

Indem Themenfonds sich nicht an traditionellen Klassifikationen wie Regionen und Sektoren orientieren, weisen sie oftmals eine geringere Korrelation zu den anderen Anlageklassen auf (siehe untenstehende Grafik). Gleichwohl sind sie nicht gänzlich unabhängig von deren Entwicklung. Das führt zu spezifischen Charakteristika, welche gewisse Themenfonds damit gezielt in ein Portfolio einbringen können. Zu denken ist hier beispielsweise an das Thema Cybersecurity: Viele Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, erzielen ihre Umsätze mit Software-as-a-Service-Modellen (SaaS), was zu kontinuierlich wiederkehrenden Erträgen führt. Dadurch reagieren diese Firmen – innerhalb eines in der Regel zyklischen Technologie-Sektors – weniger sensibel auf konjunkturelle Veränderungen.

Korrelationen zwischen führenden Aktienindizes und Themenfonds: In Kombination mit dem SPI sind durchwegs positive Effekte zu erwarten. (Quelle: Zürcher Kantonalbank)

Ein Blick auf die Grafik verdeutlicht, dass Themenfonds, insbesondere für Schweizer Investorinnen und Investoren, die traditionellerweise eine hohe Affinität zu Aktien aus dem SPI-Universum haben, aufgrund ihrer geringen Korrelation mit diesem Index eine interessante, zusätzliche Diversifikationsoption darstellen. Der tiefste Wert von 0,2 ergibt sich – gemessen am Global Cybersecurity Index – in Kombination mit dem Thema Cyber-Sicherheit. Auch die Korrelationen des SPI mit den Indizes zu Big Data, Infrastructure, erneuerbaren Energien oder Gesundheitsrisiken liegen deutlich im grünen Bereich. 

Doch aufgepasst: Themenfonds können phasenweise grösseren Schwankungen ausgesetzt sein, wenn ein Megatrend wie derzeit beispielsweise Künstliche Intelligenz bei den Investorinnen und Investoren plötzlich in aller Munde ist, hohe Erwartungen weckt und entsprechende Gelder auf sich zieht – oder bei Anlegerinnen und Anlegern aus Aktualitätsgründen kurzfristig wieder aus den Traktanden fällt. Gleichzeitig verändern sich Themen über die Zeit sehr dynamisch. Unter Umständen sind in einem Thema die Gewinner von heute die Verlierer von morgen. Daher erscheint eine aktive Verwaltung von Themenanlagen besonders wichtig.

Dynamisierende Beimischung

Innerhalb eines Portfolios können die unterschiedlichen Charakteristiken von Themen zugunsten der Anlegerinnen und Anleger ausgenutzt werden. Die Analyse der Efficient Frontier, die Effizienzgrenze, die zwei Portfolios mit und ohne Themeninvestments vergleicht, deutet darauf hin, dass sich in einem Aktien-Welt-Portfolio die Effizienzkurve mit Themenfonds nach oben verschiebt, was zu besseren, risikoadjustierten Renditen führt (siehe Grafik).

(Quelle: Zürcher Kantonalbank)

Themenfonds können somit eine interessante Rolle spielen, vor allem wenn sie einem Portfolio als sogenannte «Satelliteninvestments» beigemischt werden: Besteht der Kern eines Portfolios aus soliden und traditionellen Anlagen, sollten Themenfonds eine dynamisierende und diversifizierende Wirkung auf das Gesamtportfolio haben. Werden thematische Produkte als Ergänzung zu einem Kernportfolio aus her­kömm­lichen Investments hinzugefügt, können die Risiken des gesamten Portfolios reduziert werden.

In diesem Zusammenhang wird aber auch deutlich, dass der Auswahl und Gewich­tung der Themenfonds – und noch viel mehr der aktiven Einzeltitelselektion inner­halb des Themas – eine hohe Bedeutung beizumessen ist. Schliesslich wollen die Anlegerinnen und Anleger mit ihren Investitionen an den globalen Umwälzungen und Entwicklungen teilhaben, die in manchen Fällen erst noch in den Kinderschuhen stecken und erst Fahrt aufnehmen. Die präzise Auswahl der vielversprechendsten Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial bedarf deshalb einer umso grösseren Expertise, da solche Trends sich nicht nur sehr dynamisch verhalten und von Regu­lierung beeinflusst werden, sondern die Werte teilweise auch illiquider sind und grössere Informations­asymmetrien bestehen.

Aus diesem Grund drängt sich auf dem Gebiet der Themenfonds aktives Manage­ment besonders auf, da sich hier die Research-Qualität auf Analyseseite und Fach­expertise im Portfolio­management besonders auszahlt. Dasselbe gilt auch, wenn man von den zusätzlichen Diversifikationseffekten und Renditechancen profitieren möchte: Auch hier empfiehlt sich eine professionelle Beratung, die um eine geeignete Beimischung im Portfolio besorgt ist und die geringere Korrelation zu traditionellen Anlagen geschickt zu nutzen weiss.

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