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Obligationen

Bei der Suche nach Rendite werden bei den Anlegern zuweilen beide Augen zugedrückt. Nicht so bei uns.

Benno Weber, Leiter Obligationenanlagen, Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank

Wende ohne Wirkung?

"Wir rechnen damit, dass sich das Wirtschaftswachstum und die Kursänderung in der Notenbankpolitik des Fed und der Europäischen Zentralbank in den Zinssätzen noch zeigen werden, und positionieren uns entsprechend defensiv."

Benno Weber, Leiter Obligationenanlagen
Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank

Bondmarkt wenig beeindruckt vom Wirtschaftswachstum

Im 3. Quartal überzeugte die globale Konjunktur mit guten Nachrichten. Entsprechend haben die grossen Zentralbanken weitere Signale zur Trendwende in der Geldpolitik ausgesandt. In der Entwicklung der Renditen spiegelte sich dies aber kaum wider. Nach dem Anstieg Ende Juni tendierten die Renditen im 3. Quartal global wieder nach Süden, um dann im September wieder leicht anzuziehen. Die Rendite des zehnjährigen Eidgenossen fielen im August wieder unter null. Insgesamt schloss der Markt Ende September auf ähnlichem Niveau wie am Anfang des Quartals.

Wachstum ohne Inflation

Ein Grund für die anhaltend tiefen Renditen liegt bei der Entwicklung der Inflation. Zwar lässt die Erholung des Ölpreises kurzfristig die Konsumentenpreise steigen, doch die Verbesserung des Arbeitsmarktes will sich noch nicht in signifikanten Lohnsteigerungen niederschlagen. Der Marktkonsens geht inzwischen davon aus, dass die Inflation noch lange auf sehr tiefem Niveau verharren wird. Obwohl auch wir nicht von einem rasanten Anstieg ausgehen, sehen wir in der Inflation doch das wichtigste asymmetrische Risiko im aktuellen Anlageumfeld.

Risiken steigen

Für Obligationeninvestoren ist vor allem relevant, was das Fed und die EZB tun (werden). Das Fed beginnt im Oktober mit der Bilanzreduktion, die EZB bewegt sich in die gleiche Richtung. Damit entfallen in absehbarer Zeit die grossen Käufer, die in den letzten Jahren massgeblich für gute Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt hatten.

Emerging Markets: Weiterhin gefragt, aber hohes Risiko einer Trendumkehr

Die Emerging-Markets-Rallye setzte sich fort. Die Kreditrisikoaufschläge verengten sich bis Anfang September weiter, insbesondere das zuvor geschmähte Brasilien konnte kräftig zulegen. Die lockere Geldpolitik und das tiefe Renditeniveau in den Industrieländern lassen weiterhin Kapital in die Emerging Markets fliessen, was die Finanzierungskosten drückt und die Wachstumserwartungen erhöht. Die BIP-Prognosen für 2017 wurden in allen BRICs angehoben – mit Ausnahme von Indien, wo die Einführung der Mehrwertsteuer Anfang Juli dieses Jahres Ungewissheit verursacht hat. Angesichts der herannahenden Reduktion der Bilanzen von Fed und 2011 EZB kam es zuletzt auch in den Emerging Markets zu Renditeanstiegen. Dies könnte ein Wendepunkt in der Rallye sein. Von den nach der Finanzkrise erreichten Renditetiefs der Emerging Markets trennen uns nur noch 25 bis 30 Basispunkte. Da aber gleichzeitig Volatilitäten und Risikoprämien auf Rekordtiefständen sind, stufen wir das Risiko einer Trendumkehr als hoch ein.

Kredit: Weiterhin selektiv positiv

Die Kreditrisikoaufschläge von Anleihen in den Bereichen Investment Grade und High Yield verengten sich weiter. Vor allem im Juli und September erfuhren die Spreads von EUR-Kreditanleihen eine recht starke Kompression (vgl. Grafik). Die Prämien sind nun derart niedrig, dass es kaum noch Potenzial für eine weitere Einengung gibt. Relativ attraktiv bleibt EUR-Kredit, die stolze Bewertung wird gestützt von der soliden Wirtschaftsentwicklung bei tiefer Inflation und starken Unternehmenszahlen. Dennoch reduzieren wir unser Übergewicht stellenweise.

Die Chancen bei Unternehmensanleihen nutzen Anleger mit dem Swisscanto (LU) Bond Fund Global Corporate ATH CHF.

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