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Nachhaltige Anlagen

Nachhaltiges Wirtschaften: eine Grundvoraussetzung für das Bedienen von Staatsschulden.

Gerhard Wagner, Leiter Nachhaltige Anlagen

Basis für zukünftigen Wohlstand: Nachhaltigkeit bei Staaten

"Die beste nachhaltige Bewertung von allen Industriestaaten
erhält Schweden, die schlechteste die USA."

Gerhard Wagner, Leiter Nachhaltige Anlagen
Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank

Doppelte Rendite: Finanzieller Erfolg + Wirkung

Die "doppelte Rendite" nachhaltiger Investitionen, bestehend aus finanziellem Erfolg und Wirkung (Impact), stimmt überein mit dem Wertesystem vieler Anleger – besonders der jüngeren Generation. Sie investieren ihr Kapital gezielt in Unternehmen, die positive gesellschaftliche Veränderungen bewirken. Ähnliche Überlegungen gelten auch für Investitionen in Staatsanleihen: Soll die Politik eines Landes, dessen Oberhaupt gerade mit der Wiedereinführung der Todesstrafe liebäugelt, mit dem Kauf von Staatsanleihen unterstützt werden? Ökonomische Indikatoren wie Staatsschulden, Bruttoinlandsprodukt oder Steueraufkommen alleine können diese Frage nicht beantworten. Auch für das langfristige Wirtschaftswachstum – und damit die zukünftige Bonität von Staaten – spielen Rahmenbedingungen wie das Vorhandensein von Ressourcen, Rechtssicherheit, Bildungswesen und gute Regierungsführung eine wichtige Rolle. Ein Beispiel für die wirtschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeitskriterien sind die Bildungsausgaben: Neben demografischen Faktoren wie der Altersstruktur ist Bildung als Teil des Humankapitals ein wesentliches Element für die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit eines Landes und damit für wachsenden Wohlstand.

A wie Argentinien bis Z wie Zypern

Seit 1999 untersucht die Zürcher Kantonalbank regelmässig die Nachhaltigkeit von Ländern und berücksichtigt die Ergebnisse auch bei ihren nachhaltigen Anlageprodukten. Neben den erwähnten sozialen Bedingungen in einem Land (Lebensstandard, Bildungs- und Gesundheitswesen) werden Umwelt und Governancekriterien analysiert. Dazu gehört der Verbrauch von Energie, Wasser und anderen natürlichen Ressourcen ebenso wie die Einhaltung von Menschen- und Bürgerrechten, Korruption oder Militärausgaben eines Landes. Insgesamt wurden in der aktuellen Ausgabe des Nachhaltigkeitsratings für Staaten 67 Länder anhand von 83 Indikatoren bewertet, wobei etwa zwei Drittel der Länder zu den Emerging Markets gezählt werden.

Schweiz an 2. Stelle

Schweden wurde unter allen Ländern am besten bewertet, die Schweiz liegt an zweiter Stelle vgl. Grafik). Generell finden sich in der Spitzengruppe viele nordeuropäische Länder; sie erreichen in allen drei Dimensionen (Umwelt, Soziales, Governance) gute Resultate. So werden in Schweden gut 16% der Landwirtschaftsfläche biologisch bewirtschaftet – das ist nach Österreich unter allen Ländern der zweitgrösste Anteil –, und 59% des Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen. Bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau erhält Schweden eine Topbewertung, über 15% der staatlichen Ausgaben fliessen ins Bildungswesen (in Italien sind es weniger als 9%). Am anderen Ende der Skala finden sich Bahrain und Südafrika. Die tiefste Bewertung unter den Industrieländern erhalten die USA, wegen einer hohen Inhaftierungsrate, hohen Rüstungsausgaben und Waffenexporten.

Nachhaltigkeitsrating ergänzt Bonitätsrating

Nachhaltiges Wirtschaften ist nicht nur eine Erfolgskomponente von Unternehmen, sondern ist langfristig eine Grundvoraussetzung für das Bedienen von Staatsschulden. Das Nachhaltigkeitsrating von Staaten ist deshalb eine wichtige Ergänzung zu den herkömmlichen Bonitätsratings.

Das Nachhaltigkeitsrating für Staaten wird umgesetzt im Obligationsfonds Swisscanto (CH) Bond Fund Nachhaltigkeit CHF AA.

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