Inhaltsseite:Aktien

Promotion

Aktien

Protect yourself...

René Nicolodi, Leiter Aktienanlagen

It does not matter, until it matters

"Die Risiken für eine globale Rezession sind bisher gering. Das grösste Risiko stellt derzeit eine weitere Eskalation der Handelsstreitigkeiten dar."

René Nicolodi, Leiter Aktienanlagen

Hohe Bewertungsniveaus, mehr Vola

Die Unternehmensgewinne sollten weiterhin vom Wirtschaftsaufschwung profitieren. Mit Blick auf das Jahresende und darüber hinaus zeigen sich aber zunehmend Unsicherheiten, die es angesichts der aktuell hohen Bewertungsniveaus im Fokus zu behalten gilt. Die Volatilität an den Aktienmärkten dürfte tendenziell zunehmen.

Weniger Liquidität als Folge der US-Zinserhöhungen

Die globale Wirtschaftsentwicklung ist weiterhin robust. Im Unterschied zu 2017 ist sie jedoch nicht mehr breit abgestützt. In Europa, Japan und den Emerging Markets hat sich die Wachstumsdynamik abgeschwächt. In den USA hingegen bestätigen die jüngsten Konjunkturdaten das unverändert starke wirtschaftliche Umfeld. Die vom FED parallel durchgeführte Normalisierung der Geldpolitik entzieht den globalen Märkten Liquidität. Wir sehen erste Auswirkungen dieses Entzugs – vor allem in den Emerging Markets. Das FED hat einen weiteren Zinsschritt im Dezember und drei weitere im nächsten Jahr signalisiert. Der Ausblick für die Aktienmärkte könnte sich vor dem Hintergrund dieses fortgesetzten Liquiditätsentzugs in den nächsten Monaten eintrüben.

USA: hohe Gewinnmargen kommen unter Druck

Der Konsens erwartet für 2019 aufgrund des entfallenden Basiseffekts der Steuersenkung für US-Unternehmen ein weniger dynamisches, aber immerhin noch einstelliges Gewinnwachstum. Die Preisüberwälzung höherer Zinsen, Rohstoffpreise, Löhne und Tarife wird die historisch hohen Margen beeinträchtigen. Aufgrund starker Cash-Generierung sind die Unternehmensbilanzen heute besser gegen steigende Zinsen gewappnet als in früheren Zyklen.

Europa: politische Risiken an mehreren Fronten

Die Einschränkungen der globalen Handelsströme hinterlassen auch in Europa ihre Spuren bei Industrie und Aussenhandel. Die Dynamik hat sich merklich abgeschwächt. Die Binnenkonjunktur dient via positiver Faktoren wie Beschäftigungs- und Lohnwachstum in dieser Situation als Stütze. Der Brexit sowie die politische Situation in Italien sind und bleiben für Europa ein politisches und wirtschaftliches Risiko. Italiens Budgetpläne verunsicherten die Märkte und sorgten für einen deutlichen Anstieg der italienischen Staatsanleihenrenditen. Die Vorlaufindikatoren deuten in der seit Jahren unter Strukturproblemen leidenden italienischen Wirtschaft auf ein Nullwachstum hin. Negative Konsequenzen für die Aktienmärkte werden gelegentlich unterschätzt; dies gilt es hier weiterhin auf dem Radar zu haben.

Schwellenländer: weiter unter Druck

Mit der Einführung von weiteren Strafzöllen auf Warenexporte aus China im Umfang von 200 Milliarden US-Dollar hat die US-Regierung den Druck auf China weiter erhöht. Die Zölle in Höhe von derzeit 10% sollen Anfang nächsten Jahres auf 25% steigen. Eine weitere Eskalation ist nicht auszuschliessen. Gemäss Schätzungen werden die Zölle überschaubare realwirtschaftliche Auswirkungen (China BIP max. –0,5%, US BIP –0,2%) haben. Zentral dürften jedoch die indirekten Auswirkungen durch die verschlechterte Stimmung sowie veränderte Investitions- und Kapitalflüsse sein. China hat zwar eine Reihe von wachstumsstützenden Massnahmen eingeführt, deren Effekte die Abschwächung jedoch nur teilweise kompensieren können. Die Vorlaufindikatoren deuten auf eine Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern hin. In Lateinamerika (Fokus Argentinien und Brasilien) und der Türkei lässt die Wachstumsdynamik gar stärker nach als in Asien. Ein grosser Teil der Staatsschulden in den Schwellenländern notiert in USD (der Bestand hat sich seit 2009 mehr als verdoppelt) und riskiert, durch den vorgegebenen Zinserhöhungspfad des FED weiter unter Druck zu kommen. Wir rechnen damit, dass dies für die Schwellenländer ein Thema bleiben wird.

Value vor Comeback?

Growth-Aktien – Titel mit starken Wachstumseigenschaften – haben sich seit mehr als elf Jahren besser als Value-Aktien entwickelt. Dies ist auf die tiefen Zinsen der letzten zehn Jahre zurückzuführen. Die europäische und die japanische Notenbank werden vorerst an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten. Die Europäische Zentralbank wird in der zweiten Jahreshälfte 2019 – drei Jahre nach dem FED – mit Leitzinserhöhungen beginnen. Ein restriktiveres monetäres Umfeld dürfte den arg gebeutelten Value-Aktien einigen Auftrieb verleihen.

In unserem Fonds Swisscanto (CH) Equity Fund Value Switzerland AA CHF setzen Anleger auf ein Comeback von Value-Aktien.

externer Link öffnet neue SeiteFonds entdecken


Sitemap: