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Marktausblick

Unser Chefstratege analysiert quartalsweise die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte.

Risse im synchronen globalen Wachstum

"Die USA haben das gelbe Trikot übernommen, während der Rest der Welt jetzt etwas hinterherfährt."

Stefano Zoffoli, Chefstratege 

2018 und auch 2019: Wachstum von rund 4%

Die Weltwirtschaft offenbart weiterhin ein robustes Wachstum, begleitet von moderater Inflation und sehr ansehnlichen Unternehmensgewinnen. Allerdings hat an den Börsen im Kräftemessen zwischen Politik und Konjunktur die Politik jüngst die Oberhand gewonnen. Im Handelsstreit sind Drohungen in die Tat umgesetzt worden. Bisher ist zwar nur ein geringes Handelsvolumen betroffen – es droht jedoch eine Eskalation durch fortgesetzte Retorsionsmassnahmen. Die Finanzmärkte mussten dieser neuen Konstellation Tribut zollen. Unter dem Strich ist und bleibt die bremsende Wirkung der Handelskonflikte solange beschränkt, wie der Konsum weltweit dynamisch wächst.

Exportorientierte Unternehmen verunsichert

Es zeigen sich allerdings Risse im bisher so synchronen Weltwachstum. Die USA setzen sich ab, während der Rest der Welt jetzt doch mit einigem Abstand hinterherfährt. Länder mit eher schwachen wirtschaftlichen Daten, geraten unter Druck. Exportorientierten Unternehmen in Europa und den Schwellenländern fehlt unter diesen Umständen zunehmend die Planbarkeit. Binnenorientierte Sektoren dürften die zunehmenden Handelsbarrieren besser wegstecken als Exporteure. Zudem besteht die Gefahr, dass schwache Glieder der Kette wie beispielsweise Italien, die Türkei, Brasilien oder Indonesien die globalen Aussichten insgesamt eintrüben.

Abstand zwischen Gewinnern und Verlierern wird grösser

Auf dem Umweg über die Finanzmärkte kann sich die höhere Risikoaversion ausbreiten. Zwischen möglichen Gewinnern und Verlierern wird deshalb ab sofort deutlicher unterschieden. Am US-Wachstumsmarkt sind Wachstumssektoren begünstigt, während der US-Rentenmarkt angesichts des Fahrplans der US-Notenbank hinter den anderen Hauptmärkten liegen wird. Hochverschuldete Staaten und Unternehmen werden sich nur zu höheren Prämien finanzieren können. Alles in allem kein Grund zur Panik, aber Grund genug, um Anlagen deutlich zu unterscheiden.


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