Inhaltsseite:Brennpunkt

Promotion

Brennpunkt

Aktuelles, kurz und bündig von unserem Chefstrategen.

Schwellenländer: kein Damoklesschwert für die Finanzmärkte

2018 ist bis anhin nicht das Jahr der Schwellenländer. Der breite Aktienindex der Schwellenländer hat rund 14% weniger rentiert als sein Pendant der Industrieländer und Schwellenländeranleihen in Lokalwährung haben seit den Höchstständen im April bereits 16% verloren. Die Krisen in der Türkei und Argentinien haben die Anleger in Panik versetzt und zu grossen Abflüssen aus Schwellenländeranlagen geführt. Neben den politischen Problemen der Türkei und Brasilien, bereiten den Anlegern auch die Zinspolitik der US-Notenbank, der damit eingehende starke Dollar, der Handelskrieg und die konjunkturelle Schwäche Chinas Sorgen.

Wir haben nach den jüngsten Ereignissen unsere Einschätzung nochmals überprüft und bleiben weiterhin der Meinung, dass die Ansteckungsgefahr zumindest bis zum Jahresende klein ist und vom Markt aktuell überbewertet wird. Die westlichen Länder befinden sich in einer dynamischen Konjunkturphase, die Inflation wird moderat bleiben, die Bewertungen werden von der Gewinnzunahme getragen.

USD-Anleihen der Schwellenländer rentieren nun rund 7.1%, während z.B. die Rendite von US Hochzinsanleihen lediglich bei 6.6% liegt. Dies obwohl das Durchschnittsrating der Schwellenländeranleihen mit BBB über demjenigen der US Hochzinsanleihen liegt (B). Dies zeigt, dass aktuell sehr viel Pessimismus in dieser Anlageklasse eingepreist ist.

Wir bleiben einerseits in Schwellenländeranleihen investiert, andererseits wollen wir eine weitere Stabilisierung abwarten, um unsere neutrale Aktienquote aufzustocken.


Sitemap: